Gesehen, gelesen, gehört… im Januar

Western! Als der Inselmann hört, dass ich eigentlich keine Italo-Western kenne, macht er den DVD-Player an und zeigt mir die Eingangssequenz von „Spiel mir das Lied vom Tod“. Und dann noch die von „Zwei glorreiche Halunken“. Ich würde beide Filme sofort gerne bis zum Ende ansehen – das hätte ich nicht erwartet, sind Western nicht Männerfilme? – aber wir gehen stattdessen los und schauen uns „Django Unchained“ im Kino an. Was für eine starke Geschichte! Auch wenn ich mir dann und wann die Augen zuhalte… und auch nicht durch die Finger linse.

Auch wenn meine Kinder sie (noch) nicht mögen: mir gefällt die Randale-CD vom „Punk Panda Peter“. Schön an einer CD ist natürlich, dass man sie auch in Zimmerlautstärke hören kann.Trotzdem möchte man sofort mit den Kindern im Zimmer herumhopsen, so sehr, dass die Dielen beben und der wackelige Kontakt zwischen Anlage und Lautsprecher beim nächsten Hören wahrscheinlich endgültig verloren geht. (Auch wieder schade…)

Leider schon ausgelesen: Scarlett Thomas „Das Ende der Geschichten“ – ein Glücksfund vom Grabbeltisch. Wegen der Hauptperson, die ihr Leben auf sehr sympathische Weise erst mal nicht so recht auf die Reihe kriegt. Und wegen der vielen schönen Gedanken über das Erzählen von Geschichten. Und weil die Fragen nach dem Übersinnlichen, die das Buch streift, auf so kluge Weise offengelassen werden, dass sogar ich (Esoterik ist so absolut nicht mein Ding…) damit leben kann.

Nochmal Kino: „Beasts from the Southern Wild“ – ein besonderer, eindrücklicher Film. Ein Bekannter hat den Film als Geschichte eines kranken Vaters gesehen, der seine Tochter darauf vorbereitet, Abschied von ihm nehmen zu müssen. Mir erzählte der Film die Geschichte eines kleinen Mädchens, das stark werden muss. Einig waren wir uns darüber, dass der Film auch ohne die Auerochsen gut funktioniert hätte. Aber ich bin doch froh, dass die Filmemacher das Budget für diese großartigen Symbole eines überwältigenden Gefühls von Bedrohung hatten. Schon wegen des herrlichen Filmplakates.

Wir haben ihn endlich gesehen: den Film vom Grüffelo – Beim letzten Raubzug in meiner liebsten Hugendubel-Filiale vom DVD-Tisch mitgenommen. Eigentlich ist es ja gar keine Geschichte von einem Monster. Sondern eine Geschichte von einer klitzekleinen Maus, die nicht nur mit Hilfe des von ihr erfundenen Grüffelo ihre Feinde, sondern mit Geschick auch den Grüffelo – der aus ihrer Fantasie flugs in den Wald gekommen ist und am allerliebsten Mäuse frisst – in die Flucht schlägt. Was für ein Vorbild!

2013 wird auch ein Kinojahr, das steht fest. Schiffbruch mit Tiger hinterlässt riesengroße, leuchtende Bilder im Kopf. Was für ein schöner Film! Der Abspann ist freilich länger als beim kleinen Hobbit – wahrscheinlich wurden nicht viele Szenen auf einem kleinen Boot auf dem Wasser gedreht, das meiste wohl im Computer zusammengebastelt. Die Rahmenhandlung kreist um die Frage, ob Pis Geschichte eine ist, die anderen den Glauben an Gott wiedergeben kann. Als sich Pis Zuhörer von den beiden möglichen Versionen von Pis Geschichte für diejenige mit dem Tiger entscheidet – weil es die bessere Geschichte ist – sagt Pi: und genauso ist es mit Gott. Das bleibt auch hängen, in meinem Kopf.

Weil 2013 ein Jahr der kleinen Dinge werden soll, fange ich es mit einer der Postkarten an, die hier gerade hängen: There will be no miracles here. Keine großen Wunder, keine alles umstürzenden Veränderungen. Macht nichts. Das Leben geht weiter, und es ist trotzdem schön.

Advertisements

4 Gedanken zu „Gesehen, gelesen, gehört… im Januar

  1. bea

    Wenn du gern liest und die Zeit dafür findest:Zsuzsa Bànk“die hellen Tage“. Wunderschöner Erzählstil…
    Ich lese mich gerade durch die Artikel der letzten zwei Wochen.
    Ich habe meinen Laptop explodiert und muss nun auf den meiner Tochter zurückgreifen. Das hat den Vorteil, dass ich einfach wieder mehr Zeit für andere Dinge habe, erzwungener Masen 😀
    Liebe Grüsse und die besten Wünsche für Eure Gesundheit!!

    Gefällt mir

    Antwort
    1. Greta Autor

      Liebe Bea, habe auf Deinem Blog schon von Deinem Missgeschick mit dem Laptop gelesen… Danke für den Lesetip und die Genesungswünsche! Gesund sind und werden wir gerade wieder alle, endlich… Liebe Grüße Greta

      Gefällt mir

      Antwort
    2. Greta Autor

      Liebe Bea, für diesen wunderbaren Buchtipp will ich Dir noch ein großes Danke sagen! Bin in den letzten Wochen endlich dazu gekommen und nun fast fertig mit diesem sehr schönen Seelenbuch. Ja: wunderschöner Erzählstil, ein Buch, von dem ich mich habe weit forttragen lassen. Liebe Grüße Greta

      Gefällt mir

      Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s