Ende der Partysaison

Die Kindergeburtstage sind überstanden. Ich seufze – heimlich, wenn die Kinder es nicht hören – erleichtert auf. Nein, Partyclown wäre keine berufliche Alternative, never.

Die Freunde des Vierjährigen müssen noch zu einem nachgeholten Geburtstagsspielnachmittag kommen – wenn er wieder ganz gesund ist, das hat keine Eile. Den Sohn der neuen Freundin seines Papas hat er am Ende doch nicht eingeladen. Überhaupt erzählen die Kinder auffällig wenig von ihm und seiner Mama in letzter Zeit. Aber angerufen hat sie, bei mir, an beiden Geburtstagen, um meinen Kindern zu gratulieren. Das finde ich dann wieder gut, irgendwie.

Der Achtjährige hatte zu seiner Party richtig nette Kinder eingeladen, nicht wie im letzten Jahr, als einer seiner Freunde – der, dessen Eltern sich erst mal vorsichtig bei der Klassenlehrerin nach unserer Familie erkundigt hatten  – sich von der Begrüßung („Ach, ist eure Wohnung aber klein“) über das Kaffeetrinken („Nein, Pfannkuchentorte esse ich nicht“) bis zur Zauberervorstellung (milde Langeweile) und der Verabschiedung („Wo sind denn die Geschenke für die Gäste?“) auf einen ganz speziellen Platz in meinem Herzen vorarbeitete. In diesem Jahr gab es viel Lachen und ein paar Tränen, ein bisschen Geschubse und ein bisschen Gepetze (ja, es waren Mädchen dabei) und ein bisschen Streit darum, wer beim Erbsenlauf gemogelt hatte und wer beim Topfschlagen als erster dran sein durfte. Irgendwann verteilte der Papa des Achtjährigen diese kleinen (bestimmt hochgiftigen, radioaktiven und pädagogisch nicht wertvollen) Leuchtschläuche… und dann tanzten alle zu Musik von Abba durch die dunkle Wohnung, wedelten mit ihren leuchtenden Ringen und mit den blinkenden Laserschwertern meiner Kinder, bis die zu Bruch gingen. Aber das machte nichts.

Übrig bleiben die Tische mit den Geschenken – der Achtjährige hat ein Tischkickerspiel bekommen, das ist großartig, wir werden nie wieder Langeweile haben; ein ganzer Müllsack voller Packpapier und Geschenkbändchen und plattgemachter Pappkartons – und das Gefühl, dass das Jahr jetzt richtig losgehen kann. Einmal Frühling, bitte! Pur und ohne Eis.

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