Fragen zum Freitag

Gehört es zur manuellen Therapie, dass man sich hinterher fühlt wie frisch verprügelt? Werde ich mich je wieder jung fühlen, wenn ich jetzt dauerhaft einen roten Mobi-Ball mein eigen nenne? Warum sahen die Übungen bei der Therapeutin so einfach aus und: werde ich mir das Genick brechen, wenn ich versuche, sie nachzuturnen?

Werden die Finanzmärkte zusammenbrechen? Werde ich vorher noch meine Steuererklärung fertigbekommen? Werde ich einen neuen Trainingsanzug für den Achtjährigen bekommen, bevor wir zur Kur fahren?

Warum liegen da schon wieder zwei IKEA-Tragetaschen voller zu klein gewordener Sachen von meinen Jungs? Darf ich ein wirklich hässliches Regencape wegwerfen, obwohl es nicht im engeren Sinne kaputt ist, oder muss ich es unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten für den Vierjährigen aufheben?

Wird es am Wochenende wirklich die ganze Zeit regnen?

Ist „Kill Bill“ der richtige Film, wenn man in der zornigen Phase von „etwas verarbeiten“ ist? Muss man immer alles verarbeiten? Warum gibt es Krebs? Hilft es, für jemanden zu beten, der von jemandem Abschied nehmen muss, der an Krebs stirbt? Hört Gott einem überhaupt noch zu, wenn man länger nicht mit ihm geredet hat?

Werden wir jetzt alle älter?

Und wie lange brauchen Rennmäuse, bis sie erwachsen sind? Musste ich in der zweiten Klasse auch schon Kurzvorträge über Haustiere halten?

Gibt es auf der Welt eigentlich mehr Fragen oder mehr Antworten?

Advertisements

6 Gedanken zu „Fragen zum Freitag

  1. wildganss

    Schule bereitet auf das Wirtschaftsleben vor- und da sind power-point-Darbietungen gang und gäbe…Ich habe als Kind in der zweiten Klasse Blumen gepresst, „Im Frühtau zu Berge“ gesungen und zahllose Schreibübungen gemacht, Rechenkästchenhausaufgaben, kleine Gedichte auswendig gelernt, all sowas…
    Was hast Du in der zweiten Klasse gemacht?
    So schade finde ich, dass Kunst, Theater, Musik im Unterricht mehr und mehr zurückgefahren werden…

    Gefällt mir

    Antwort
    1. Greta Autor

      Was habe ich in der zweiten Klasse gemacht? Keine Ahnung, kann mich an nichts erinnern als Schulhofspiele. Geschrieben? Gelesen? Gerechnet? Jedenfalls nicht tagelang nervös das Vortragen geübt wie mein Achtjähriger jetzt. Und was mich ärgert: Eigentlich hieß es, der Vortrag soll in der Schule vorbereitet werden, damit die Eltern nicht helfen… Aber manche Eltern waren wieder gleicher als andere und wussten, dass die Kinder ein Poster gestalten müssen und haben perfekt ausgeschnittene Hundeknochen zum Text-Draufschreiben mitgegeben und so… nicht nur ein paar Fotos zum Rumzeigen, wie ich…
      Eigentlich machen sie schon viel Schönes in der Ganztagsschule, die der Achtjährige besucht, großes Tanzfest, Yoga-AG, Ausflüge ins Theater, Bastelangebote am Nachmittag… Aber vom Musik- oder gar Kunstunterricht kriegt man nichts mit, das kommt wirklich zu kurz. Ja: schade.

      Gefällt mir

      Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s