Der Kur-Countdown: Eins…

Vor einer Reise gerät bei uns immer alles ein bisschen außer Kontrolle.

Endlose To-Do-Listen ringeln sich rund um mein Bett, von dem aus ich ab und zu versuche, so etwas wie eine strategische Planung für die nächsten Tage zu machen.

Der Handwerker, der den Wasserhahn im Bad reparieren soll, muss in dieser Planung untergebracht werden, kann aber selbstverständlich nicht zur gleichen Zeit kommen wie der Schornsteinfeger, der die Gastherme warten wird.

Freunde laden ein, ihre neugebauten Häuser und neubezogenen Wohnungen zu besichtigen. Leichtfertig habe ich zugesagt. Abschiedsgeschenke für die Patchworkmama und ihre Töchter stapeln sich im Flur, aber es ist unklar, ob wir noch die Zeit finden werden, uns auf einen Kaffee zusammenzusetzen.

Für die Schuljahresendfeierlichkeiten sind mehrere Dutzend Muffins zu backen; für das Fußballturnier des Achtjährigen muss die verschollene Sporthose ersetzt werden. Für die Zeugnisausgabe (die Kinder können dann um 11 Uhr abgeholt werden, steht im Mitteilungsheft…) habe ich freibekommen, aber nur einen halben Tag, weil im Büro Urlaubsvertretung zu machen ist.

Auf allen freien Flächen in meiner Wohnung stapelt sich Kleidung, die in den nächsten Tagen an die See vorausgeschickt werden muss. Wichtige Papiere geraten durcheinander, wenn sie von einer Tischecke in die andere geschoben werden, um Platz für das Mensch-ärgere-dich-nicht zu schaffen.

Noch niemand in Sicht, der mir großmütig anbietet, meinem üppig blühenden Balkon drei Wochen lang täglich die 10 bis 20 Liter Wasser zu verabreichen, die die Pflanzen an warmen Tagen jetzt gerade brauchen.

Und nachdem ich seinen halbleeren Teller mit Erbsen und Kartoffeln (Mama, das schmeckt irgendwie nicht so lecker, wie es aussieht!) aufgegessen habe, vertraut mir der Vierjährige an, dass er unter schrecklichen Halsschmerzen leidet. Was sagt die Kinderärztin dazu? Nichts. Die hat schon Urlaub.

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5 Gedanken zu „Der Kur-Countdown: Eins…

  1. meineschreibblockadeundich

    Oh Greta, ich werde den Eindruck nicht los, dass du die Kur bitter nötig haben wirst, wenn es endlich so weit ist …
    Halt durch – und gute Besserung für den kranken Hals!

    Herzlichst
    Marie

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    1. Greta Autor

      Liebe Marie, ja, dein Eindruck ist wohl richtig. Das letzte halbe Jahr war an der einen oder anderen Stelle „zu viel“. Danke für die guten Wünsche! Liebe Grüße von Greta

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