…dann mal weg

Das Gepäck ist verschickt, der Wasserhahn ist repariert, die letzten Tage im Büro sind überstanden. Das Sommerwetter ist auch vorbei, die Leute an der Haltestelle vom Schienenersatzverkehr drängen sich im Dauerregen unter ihren Schirmen zusammen, über ihren Köpfen sieht man ein Stück von einem Werbeplakat. „Nur noch zwei Monate!“ steht da.

Wir sind dann mal weg.

Für die Reise will ich mir noch eine Zeitschrift kaufen; ich kann ja nicht ausschließen, dass die Kinder sich auch mal zehn Minuten alleine beschäftigen. – Aber welche? Nicht zum ersten Mal frage ich mich, warum die Berliner Kioske seit einiger Zeit mit Zeitschriften vollgestopft sind, die alle Land-Irgendwas heißen. Die anderen müssen sich mit neuen urbanen Trends von der ländlichen Idylle absetzen:  „Nackt tanzen“ titelt die eine und behauptet, dass entsprechende Parties „immer selbstverständlicher“ werden. (Soso.) Eine andere will der Welt erklären, warum Frauen fremdgehen müssen. Und unvermeidlich werden wir – mal wieder – darüber aufgeklärt, dass man sich für ein erfülltes Leben (Incl. Fremdgehen? Und nackt tanzen? Und mit den neuen Rezepten aus der Landküche?) entscheiden kann.

Och nö. Dann lese ich meinen Kindern im Zug doch lieber eine Geschichte vom Drachen Kokosnuss vor.

Und dann will ich am Meer entlanglaufen. Angezogen. Alleine.

Nichts denken und nichts planen.

Vielleicht blogge ich noch nicht mal… oder nur ganz wenig.

Aber ich komme ja wieder.

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5 Gedanken zu „…dann mal weg

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