Gesehen, gelesen, gehört und gespielt… im Februar

Kräftig Rosarot leuchtet der Fisch auf meiner neuen Lieblingspostkarte – und rosarot sein Spiegelbild. Die Karte stammt aus dem Buchstabenmuseum, in dem zwei engagierte Frauen Schriftzüge und Buchstaben sammeln, mit denen Firmen oder Geschäfte geworben haben und die Geschäftsaufgaben, Insolvenzen oder einer neuen Corporate Identity weichen mussten. Der – im ganzen und mit Fischen – erhaltene Schriftzug „Zierfische“ ist eines ihrer besonders schönen Ausstellungsstücke. Ein sehenswerter, skurriler Ort in Berlin, eine schöne Art, Stadtgeschichte zu erzählen.

Meistens sind Bücher mit Anleitungen für kreative Techniken ja was zum Schönstehen, zum Blättern und zum sehnsüchtigen Seufzen. Ach, wenn ich mal Zeit hätte… Und das ganze Material… Auch Susanne Hauns Buch „Holz- und Linolschnitt“ gehört zu denen, die man gern anschaut – sehr schön gestaltet ist es und mit vielen Beispielbildern illustriert. Aber seit wir das Linolschneiden selber ausprobiert haben, weiß ich, dass dieses Buch nicht im Regal verstauben wird; dass wir es gerne dann und wann zum Nachschlagen nutzen werden – denn alles wird darin Schritt für Schritt ganz einfach erklärt. Mit diesem Buch kriegen sogar wir Anfänger das hin.

Wir haben in diesem Monat nicht nur Kunst gemacht, sondern auch gespielt. Viiiiel gespielt. Der Fünfjährige darf bei „Verrücktes Labyrinth“ noch nach den Kinderregeln schieben. Und beim „Malefiz“ wird er eben nicht ganz so gnadenlos rausgeschmissen. Dann spielt er beides schon gerne – der Neunjährige ja sowieso. Aber eine echte Neuentdeckung für mich ist „Fang den Hut“. Ach, was haben wir Spaß daran, einander über das Feld zu jagen und einen möglichst hohen Turm mit Gefangenen ins eigene Haus zu verschleppen! Kinder im Familienspielealter zu haben, ist einfach klasse. Und dass ich mich gerne zu einer kleinen Spielerunde überreden lasse, wissen die beiden inzwischen ganz genau.

In der S-Bahn haben mich in diesem Monat allerlei Kolumnen unterhalten. Nicht ganz neu, aber immer noch schön: Julia Karnicks beste Brigitte-Kolumnen „Einerseits ist alles ganz einfach“ genauso wie“Ich kann nicht, wenn die Katze zuschaut“ von Stefan Schwarz, der für das Magazin schreibt. Familienalltag einmal aus Frauen- und einmal aus Männersicht. Zum Lachen – Tränen lachen! – sind beide.

Und noch ein ernsthaftes Buch – geschrieben hat es Andrew Sean Greer – das voller Leichtigkeit eine ganz ungewöhnliche Geschichte erzählt. „Die erstaunliche Geschichte des Max Tivoli“, der mit dem Körper eines alten Mannes geboren und im Laufe seines Lebens immer jünger wird. Und die Geschichte seiner großen, lebenslagen Liebe zu einer Frau, der er immer wieder begegnet. Sehr schön.

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2 Gedanken zu „Gesehen, gelesen, gehört und gespielt… im Februar

  1. Susanne Haun

    Liebe Greta, es freut mich, dass mein Buch nicht verstauben wird!
    Das Buchstabenmuseum hört sich interessant an. Mal schauen, ob ich es auch mal schaffe, dort zu schauen!
    Ein schönes WE wünscht dir Susanne

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