Diesunddas

Die Umstellung unseres Wechselmodells von halben auf ganze Wochen ist eine größere Veränderung für mich, als ich erwartet habe – obwohl die Zeit, die ich mit meinen Kindern und ohne sie verbringe, in Summe ziemlich genau gleich geblieben ist.

Eine Woche mit meinen Kindern liegt hinter mir, an deren Ende ich bleiern müde und erschöpft bin – nicht zuletzt deshalb, weil die beiden mich mit dem neuesten Schnupfen angesteckt haben. Ich fasse den guten Vorsatz, in der Zeit, die meine Söhne bei mir verbringen, regelmäßig zeitiger schlafen zu gehen. Schon dumm, dass ich immer nochmal richtig munter werde, sobald die beiden endlich im Bett sind!

Am Wochenende eine kleine Reise, nur ich und der Fünfjährige, sowas haben wir schon ewig nicht mehr gemacht, und es tut uns gut. Mein kleiner Sohn sonnt sich in der Aufmerksamkeit meiner Verwandten und macht – weil sein quirliger Bruder ja nicht da ist – selber so viel Quatsch, wie er nur kann, bevor ihm beim Abendessen die Augen zufallen. Als wir zurückkommen und ich den Fünfjährigen bei seinem Papa abliefere, verschwindet er aber sofort mit dem Neunjährigen ins Kinderzimmer – die beiden haben ein ganzes Wochenende gemeinsames Spielen nachzuholen.  

Jetzt liegen wieder Tage vor mir, die ich ohne meine Kinder verbringen werde – und schon wieder quillt der Kalender vor schönen Terminen beinahe über. Mir auch Zeit zum Alleinsein einzuplanen, muss ich im neuen Wochenwechselrhythmus seltsamerweise erst lernen. Und ich muss lernen, zu akzeptieren, dass ich trotz der beinahe ganzen Wochen ohne meine Kinder nicht „alles“ schaffen kann – nicht alles, worauf ich Lust habe, nicht alles, was kinderlose Freunde oder Kollegen hinbekommen, und noch nicht mal alles, was mir wirklich wichtig ist.

Mein erstes Fazit der ganzen Wechselwochen ist also: mehr Müdigkeit – und mehr Unternehmungen. Mehr „echtes“ Alleinerziehen – und mehr Singleleben. Und – was wahrscheinlich mit beidem zu tun hat – weniger Zeit, die ich mit Bloggen verbringe.

Auch dafür muss der richtige Rhythmus sich erst wieder finden.

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