Gesehen, gelesen, gehört… im November

„Die wichtigste Technologie ist Zuhören“, steht auf einer meiner aktuellen Postkarten. „Die Zukunft hat es sich anders überlegt“ auf der anderen. Mal sehen, was ein Monat unter diesen beiden Überschriften so bringt. (Jetzt weiß ich es…)

November ist Kino-Monat: „Monsieur Claude und seine Töchter“ läuft auch noch, obwohl die DVD schon erhältlich ist. Verlässlich lustiges französisches Kino, die Geschichte ausreichend ausgesponnen, obwohl sie zu meiner Enttäuschung erst richtig einsetzt, als Monsieur Claude schon drei seiner vier interkulturellen Schwiegersöhne bekommen hat; der Humor gerade noch auf der richtigen Seite der Grenze zum Klamauk und das Ende zwar vorhersehbar, aber dann doch schön in seiner Versöhnlichkeit. Und wenn sie nicht gestorben sind…

Und gleich nochmal ins Kino: „Pride“, noch ein Märchen, aber eins, das wohl einen wahren Hintergrund hat. Wir haben die 80er Jahre, in den walisischen Bergwerken wird gestreikt, Maggie Thatcher lässt die Polizeit hart gegen die streikenden Bergarbeiter vorgehen – und in London gründet sich eine lesbisch-schwule Gruppe, die die Streikenden unterstützen will. Feines britisches Kino, das über das Aufeinandertreffen zweier recht – äh – verschiedenartiger Lebens- und Denkweisen eine großartige lustige traurige Geschichte erzählt. Sehr schön.

Im Briefkasten der neue Remember-Katalog. Der mit den vielen bunten Farben und den vielen geometrischen Formen… Aber da ich inzwischen schon alle wirklich gut passenden Frühstücksbrettchen verschenkt habe und der Katalog sich eh mit immer teureren Produkten füllt, wird dieses Jahr nichts gekauft. Aber eine Freude fürs Auge bleiben sie doch, die vielen bunten Sachen.

Mit der S-Bahn fahre ich ein paar Tage lang nach „Small-Town-America“. Der Journalist Bill Geist erzählt in „Aberwitziges Amerika“ Geschichten aus amerikanischen Kleinstädten, irgendwo in der Provinz, im Niemandsland. Und zum Teil sind diese Geschichten wunderbar und skurril: Von dem Mann, der Präriehunde mit einem Kanalsauger einfängt; von dem Ort, der so klein ist, dass er eine Stehparade abhält, um die die Zuschauer herumlaufen müssen; oder von der „Hauptstadt der Wassermelonen“ und dem jährlichen Melonenfest, bei dem die schwerste Frucht prämiert, die neue Melonenkönigin gekürt und ein Melonenkernweitspucken zum großen Ereignis wird. Schön, lesenderweise diese Orte zu besuchen. Und dann doch mit dem zugeklappten Buch in der Hand in Berlin aus der Bahn zu steigen.

Advertisements

Ein Gedanke zu „Gesehen, gelesen, gehört… im November

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s