Weniger und mehr

Im letzten Jahr hat mich beeindruckt, dass ich auf vielen Blogs von Fastenaktionen gelesen habe. Also, Fasten nicht im Sinne von Kilos-Weghungern, sondern als Begehen der Fastenzeit vor Ostern.

Dieses Jahr habe ich auch darüber nachgedacht, ob ich in dieser Zeit ausprobieren möchte, irgendetwas anders zu machen. Und ich habe zwei kleine Vorsätze gefasst (mit großen ist es sowieso aussichtslos):

Ich möchte meinen privaten Computer in den nächsten Wochen jeden zweiten Tag ausgeschaltet lassen. Nicht, weil ich meine Mails nicht mehr beantworten möchte oder weniger bloggen möchte – sondern um wiederzuentdecken, was die Abende früher eigentlich gefüllt hat, als nicht ständig irgendwas dringendes am Rechner zu tun war.

Und ich möchte mir – vielleicht jeden Morgen, vielleicht jeden Abend – zehn Minuten Zeit zum Nichtstun nehmen. Nicht, weil ich hoffe, dass das ausreicht, um erleuchtet zu werden oder sonstige spirituelle Höhenflüge zu starten. Aber um zu schauen, was geschieht, wenn ich ganz still bin.
Ich war ziemlich erschrocken, als ich vor einiger Zeit von einer Studie gehört habe, deren Ergebnis es war, dass viele Menschen Stille und Alleinsein mit sich selbst kaum noch aushalten können – und eigentlich möchte ich nicht, dass es mir auch so geht.

An meinen Computer-Abenden werde ich nach anderen BloggerInnen suchen, die über ihre Fastenerfahrungen schreiben. Vielleicht tauschen wir uns aus? Heute wünsche ich allen, die sich wie ich kleine oder ganz mutig große Fastenziele gesetzt haben, einen guten Beginn dieser besonderen Zeit.

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11 Gedanken zu „Weniger und mehr

      1. wildgans

        Ich zeichne beim Anhören von so etwas- lege mir bunte Stifte und Papier bereit. Mache gute Erfahrungen damit, rahme sogar manche Ergebnisse! Habe auch meinen Schülern immer erlaubt, wenn nur zuzuhören war, dabei zu zeichnen! Auch gut!

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  1. jongleurin

    Interessant! Ich denke schon länger darüber nach, privat nur noch eine habe Stunde täglich den Rechner zu benutzen. Klappt nicht so recht, wenn man ihn wie ich für alles nutzt: Home-Office, Filme sehen, Kinderlieder anmachen, Sandmännchen gucken… und außerdem generiere ich viele Ausnahmen, wenn ich blogge, Fahrpläne recherchiere etc pp. Ist halt die einzige Kiste im Haus. Da muss man einen anderen Weg finden, deinen finde ich sehr sinnig. Ich bin schon gespannt auf die Berichte!

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    1. Greta Autor

      Bin selbst noch unsicher, ob das klappen kann – weil ich den Rechner ja auch für alles nutze: Kinderfernsehen, Reisen organisieren, bloggen, Recherchen aller Art. Vielleicht klappt das ja garnicht, das alles nur jeden zweiten Tag zu machen. Oder erzeugt Stress. Na, mal sehen…

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  2. Anne

    Danke für die guten Wünsche! Ich nehme mir auch jedes Jahr in der Fastenzeit vor, kritischer mit den neuen Medien umzugehen. Mein Vorhaben ist meistens, den PC so lang die Kinder wach sind, auszulassen. Weiterhin will ich wieder bis Ostern auf Alkohol und Schokolade verzichten, meine beiden Belohnungssysteme im anstrengenden Alltag, wo ich mich einmal im Jahr versichern möchte, dass ich auch ohne gut zurecht komme (und nachher schmeckts auch wieder besser, ein Stück dunkle Schokolade und ein Glas Rotwein!).

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    1. Greta Autor

      Dann viel Erfolg mit den Fastenvorsätzen! Fleisch wäre noch was gewesen, worauf zu verzichten ich mal ausprobieren würde – aber ich vermute, dass ich das nicht schaffen würde. Dieses erste Mal nur leichte Aufgaben…

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  3. wholelottarosie

    Ich hatte mir im letzten Jahr vorgenommen, mir im Februar, März und April ( also eine etwas erweiterte Fastenzeit) konsequent nichts ( und damit meine ich N.I.C.H.T.S.) Neues zum Anziehen zu kaufen. Inspiriert wurde ich von einer Freundin, die dies ein halbes Jahr lang durchzog. Komischerweise war es nicht schwierig. Darum mache ich es in diesem Jahr noch einmal.
    LG von Rosie
    P.S. Hinterher bin ich übrigens nicht in den Shopping-Wahn verfallen! Ich hatte in dieser Zeit nämlich festgestellt, dass ich auf jeden Fall genug zum Anziehen habe….

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    1. Greta Autor

      Oh, das finde ich gut! So einen Versuch möchte ich auch mal machen, vielleicht sogar garnichts kaufen außer Essen und Badezimmerbedarf – und was die Kinder halt so verschleißen und verschlumpern. Ich hab mich aber noch nicht getraut, mir das ernstlich vorzunehmen… Dir jedenfalls wieder eine gute Kaufnix-Zeit! Liebe Grüße!

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