Pilgernotizen 15

Felder. Das Blau-Grün der Roggenfelder liegt wie ein feiner Sofabezug auf den Hügeln, in den ein Traktor Linien gezogen hat wie jemand mit zwei Fingern Spuren in einem Sofabezug ziehen könnte.  Gleich daneben die mehr gelblichgrüne Kuschelfleecedecke aus Gerste. Die Erde auf einem von weitem kahlen, von nahem mit kleinen Pflänzchen besetzten Feld hat eine Egge zu einem Zen-Garten geharkt. Zwischendrin Waldstücke, in den Bachtälern Dörfer, viel dichter als im flachen, kargen Brandenburg. Wir weichen einem hoch mit Heurollen beladenen Überbreitegefährt aus. Durch geöffnete Türen können wir in einen dieser langgestreckten Ställe sehen, die immer an Dorfrändern stehen und nie ein Firmenschild am Eingang haben. Kühe stehen dicht an dicht, mit riesigen Eutern.
Ohne die Autobahn neben uns wären Feldlerchen zu hören. In der Ferne das Erzgebirge, sanft runde Bergketten, die weiter entfernten verschwimmen in blassem Blau.

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