Im Advent (1)

Wir sind nur sieben oder acht Stationen Bus gefahren, trotzdem sind wir in einer anderen Welt.

Einfamilienhäuser. Manchen sieht man die umgebaute Gartenlaube noch an, andere erinnern mit ihren üppig rankenden Metallzäunen, ihren glänzenden Dächern, Türmchen, Giebeln und Erkern an kleine Märchenschlösser und sind großzügig mit Lichterketten behangen. Wieder andere stehen bescheiden in wohlbestellten Gärten – und die neu gebauten Reihenhäuser am Rand der Siedlung sind noch ganz blank und glänzend und unterscheiden sich voneinander nur durch die Dekoration der Türkränze, mit denen sie geschmückt sind.

Aus dem Küchenfenster meine ehemaligen Nachbarin guckt man ins Grüne. Es schneegrieselt. Die Jungs, die eigentlich Punsch trinken wollten und beim Plätzchenbacken helfen sollten, spielen oben, bis jetzt sogar leise.

Ich stehe am Küchentisch meiner Freundin, knete einen steinharten Spezial-Lebkuchenteig weich und gucke raus zu den weißen Flöckchen. Das könnte ich stundenlang machen.

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