Im Advent (9)

Meine allmorgendliche Lesezeit in der S-Bahn verbringe ich derzeit in einem amerikanischen Waldstückchen.

Der Naturwissenschaftler David G. Haskell hat ein Jahr lang ein kleines Wald-„Mandala“ immer wieder besucht und beobachtet, und sein Buch „Das verborgene Leben des Waldes“ versammelt seine Beobachtungen und die daran anschließenden Betrachtungen, die er als Essays z.B. über Flechten, Moose, Pilze, Vögel, Blumen, Bäume und Schneekristalle aufgeschrieben hat.

Auch wenn ich nicht jeden seiner Vergleiche mag, seine Begeisterung für die Verbindung zwischen allem Lebendigen durch Bakterien nicht wirklich teile – dass und wie er Naturbeschreibung, Wissenschaft und Poesie verbindet, gefällt mir. Und dass das genaue Hinsehen auf ein ganz winziges Stückchen Welt reicher und wunderbarer sein kann als eine Reise über alle Kontinente, leuchtet mir ganz unmittelbar ein.

Ich lese. Ich lerne. Ich staune. Egal, was mich sonst gerade beschäftigt – ich bin weit, weit weg vom Alltag.

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