Hyldeblomst

Der Elfjährige kommt von seinem Vater zu mir und bringt einen Beutel mit schon etwas matten Hollunderblüten mit. Sirup, so hat ihm eine Frau auf dem Berliner Umsonst-Trödel-Markt erzählt, könne er daraus machen.
Du brauchst ein Rezept, sage ich, und denke laut: ob die Blüten noch gehen, wenn sie schon zwei Tage im Kühlschrank lagen? – Dann nicht, sagt mein leicht zu entmutigender Sohn.
Aber dann schaltet er doch den Rechner ein, und mit ein bisschen Hilfe findet er ein prima einfaches Rezept, bei dem man nur wenige Blüten braucht und die erst mal nur in Wasser ziehen lässt und alle anderen Zutaten morgen noch kaufen kann.
Und falls sie ihr Aroma schon verloren haben… Wir gehen einfach noch mal in den kleinen Park gleich um die Ecke. Und oh Wunder! Alles voller Hollunderbüsche.
Am Ende haben wir zwei Töpfe mit in Wasser eingelegten Dolden, süßer Duft zieht durch die Wohnung. Zum Abendbrot gibts den letzten Sirup aus dem Dänemark-Urlaub letzten Sommer. Bald haben wir selbstgemachten. Ich bin davon mindestens so begeistert wie mein Sohn.

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