Weil es grad dran ist…

Was ich vermissen werde: 

Wellenrauschen, Mövenrufe und die Grillenmusik nachts. Die Spätsommer-Farben: Hagebutten, Sandorn und Vogelbeeren. Dass das Meer morgens glatt und hell wie verschüttete Milch in der Bucht liegt. Den Morgennebel zwischen den Häusern. Die Sterne nachts und den Mond bestaunen, wie er Form und Farbe und Zeiten von Tag zu Tag ändert.

Mein endlich gezämtes Kopfkissen, das kleine Appartement, die Überschaubarkeit. Leben mit kurzen Wegen. Wechseln zu können zwischen Rückzug und Geselligkeit; meine Mimosengefühle gegenüber anderen – vom sowieso-anders-Sein und Abgelehntwerden – in meinem eigenen Tempo in Frage stellen zu dürfen. 

Das Lachen des Elfjährigen beim Spielen am Tisch und bein Toben im Schwimmbad. Wie der Siebenjährige stolz im Sauna-Tauchbecken steht. Meinen Vorleseplatz auf den beiden ungenutzten Kinderkopfkissen, zwischen den Betten der beiden, und dass kein frühes Aufstehenmüssen unser Vergnügen an Wolkows Geschichten verkürzt.

Den warmen Steinboden des Balkons, wenn die Luft abends schon wieder kühl ist. Die emsigen Kreuzspinnen, die Sonnenuntergänge, die sich – anders als Leben sonst – ein paar Minuten lang anhalten lassen, wenn man im richtigen Tempo am Strand läuft. 

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2 Gedanken zu „Weil es grad dran ist…

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