Juli

Der Juli rauscht vorbei, abwechslungsreich und schön, von weitem hat er aus langen kinderlosen beinahewieurlaubswochen bestanden, die sich beim Näherkommen in einen Reigen aus Arztterminen – endlich mal für mich, das große Blutbild ist in Ordnung, die Physiotherapie für den Knöchel wird genehmigt, die Osteopathin wirkt Wunder an meinen knacksenden Halswirbeln – und Schulmaterialeinkaufseinsätzen und Abenden an Lieblingsseen und Urlaubsvorbereitungen auflösen.

Nichte 2 zieht für ein paar Wochen bei mir ein, um bei einem Studienpraktikum die Abläufe einer psychiatrischen Station kennenzulernen; es ist schön und ungewohnt zugleich, am Morgen beim Müslifrühstück auf dem Balkon und am Abend beim Bügeln und Krimigucken nicht allein zu sein. Ich zeige ihr die Hausundhof-Badestelle, den Weg am Wasser und den Sonnenuntergang über der Abteiinsel; dort ist Poetry-Slam, hinterher schwöre ich mir, solche Veranstaltungen nun wirklich nicht mehr zu besuchen, die Texte sind meins nicht, die Vortragenden unglaublich jung. Aber der Abendhimmel über den großen Pappeln, in denen der Sommerwind auffrischt, ist wunderschön.

Auf dem Balkon reifen gelbe, rote und schwarzbraune Tomaten; Streichholzschachteln füllen sich mit Samen von kleinblütigen Tagetes, Kornblumen, Cosmea und Ringelblumen.
Das Fährticket nach Dänemark knistert aufgeregt, Bücherstapel bilden sich, ich kaufe hoffnungsvoll eine große Flasche Sonnenmilch…

Noch sechs, fünf, vier Arbeitstage –

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