WmdedgT – August 2020

Huh, schon wieder ein Monat vorbei. Wie an jedem 5. fragt Frau Brüllen, was wir heute den ganzen Tag machen, und alle Antworten finden sich hier.

An diesem 5. August schlafe ich schlecht, denn ich weiß, dass der Fünfzehnjährige kurz nach fünf aufstehen muss und meinen Wecker in seinem Zimmer stehen hat, und die Frage, ob der Wecker auch wirklich gestellt ist, lässt mir keine rechte Ruhe. Aber er klingelt dann zur rechten Zeit, und die Geräusche aus Richtung Küche lassen darauf schließen, dass der Fünfzehnjährige auch wirklich aufgestanden ist. Es ist der siebente von acht Praktikumstagen, die der Fünfzehnjährige absoliviert – freiwillig, an Stelle des ausgefallenen Schulpraktikums, in einem Garten- und Landschaftsbaubetrieb, in dem er sich schon vor sieben einzufinden hat. Das klappt auch super: der Fünfzehnjährige ist stolz auf sich, ich bin stolz auf mein Kind, alle sind zufrieden.

Gegen halb sechs stehe ich kurz auf, lege meinem Kind ein bisschen Geld raus, damit er sich ein paar Brötchen kaufen kann, fülle ihm zwei Trinkflaschen und eine Dose mit Obst und mit kleinen Tomaten vom Balkon. Dann wünsche ich dem Fünfzehnjährigen einen erfolgreichen Tag, gehe wieder ins Bett und lese ein paar aktuelle Blogbeiträge aus meinem Reader. Kurz nach sechs höre ich meinen Sohn losgehen und mache die Augen wieder zu.

Halb neun wache ich zum zweiten Mal auf, und auch der Elfjährige kommt – noch etwas verschlafen – aus seinem Zimmer. Wir machen uns ein paar Brote zurecht und setzen uns damit auf den Balkon. Leider werden wir von einer besonders hyperaktiven Wespe vertrieben, die sich nicht damit zufriedengeben will, von meinem Marmeladenbrot zu kosten, sondern mir und dem Elfjährigen anhaltend um den Kopf kreist.

Gegen neun fange ich an zu arbeiten. Ich habe in dieser Woche lauter halbe Urlaubstage genommen und muss deshalb nur drei Stunden im Homeoffice sitzen. Zum Glück ist es eine so ruhige Woche, dass sich das ohne Probleme machen lässt. Der Elfjährige verabredet sich unterdessen mit einem Freund, spielt am Handy und bestellt sich schon mal Schulessen für die ersten Unterrichtswochen.

Unser Mittagessen ist genauso unkompliziert wie das Frühstück: für den Elfjährigen ein paar Brote, für mich ein paar Reste vom Vortag. Dann geht der Elfjährige zu seinem Kumpel und ich setze mich noch kurz an den dienstlichen Rechner. Dann Dusche. (Oh ja, Homeoffice im Schlafanzug…) Dann die Herausforderungen des Tages: Ein paar Überweisungen, das Laptop beim Reparaturshop vorbeibringen, weil es einen neuen Akku braucht, das Flusensieb an der Waschmaschine reinigen und den Blogbeitrag anfangen.

Der Rest des Tages bleibt relativ unspektakulär: Bügelwäsche und Abwasch wollen erledigt, die Tasche für den Schwimmbadbesuch morgen gepackt werden; den Kindern habe ich zum Abendessen Eierkuchen versprochen, sie gelingen gut. Um 19 Uhr findet auf Zoom mein Bauchtanzkurs statt, vorher und nachher gibt es ein paar Telefonversuche mit den Eltern des Kumpels des Elfjährigen, der erst morgen vormittag mit uns ins Schwimmbad will und dann lieber doch nicht.

Vielleicht setzen wir gleich noch unsere gemischte Skat-/Doppelkopf-Runde fort, drei Spiele Skat, vier Spiele Doppelkopf. Doppelkopf – weil wir ja nur zu dritt sind – mit einem „Doofie-Spieler“, was den Spaß zum Glück nicht verringert.

Noch einmal wird der Fünfzehnjährige heute zeitig schlafen gehen; morgen ist sein letzter Praktikumstag. Der Elfjährige wird sich gegen neun ebenfalls ins Bett zurückziehen und darf lesen, so lange er mag. Ich werde dem Hannoverliebsten per Videotelefonat Gute Nacht sagen und auch noch etwas lesen.

So jedenfalls der Plan.

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