Draußensehnsucht, herbstliche

Eine etwas weniger anstrengende Woche, dann ein ganz schönes Wochenende gehabt – nicht verreist, keine Pläne, dem Montagmorgengefühl nach auch ein wenig erholt.

Einige Wünsche erfüllt:
Draußen gewesen – am Samstag mit dem Fahrrad bis zum Friedhof, dort in den Blumenschalen kleine Heide-Pflanzen und Silberblatt zu den noch ansehnlichen Sommerblumen gepflanzt. Am Sonntag eine Runde an der Spree spazieren gegangen, später noch eine kleinere mit dem Dreizehnjährigen.
Am Sonntag eine Siesta gehalten.
Wenigstens ein halbes Stündchen mit der anderen Mitmutter zusammengesessen, bei warmem Tee und Rhabarberlikör.

Ich mag es, mich nachts wieder unter zwei Decken zu kuscheln, die Balkontür weit offen, kühle Luft und Regengeräusche ganz nah.

Am Montagmorgen als erstes den Terminkonflikt der Woche (Zahnarztvorsorge vs. seit Juni ausstehender wichtiger Arbeitstermin) zu Lasten des Zahnarztes aufgelöst; der Zahnarzttermin teilt sich nun mit einem Orthopädentermin einen Nachmittag im Oktober. Um meine Erwerbsarbeit an dem Tag zu schaffen, wird dann vermutlich der Orthopädentermin weichen müssen. Die Kaskade aus weiterverschobenen Arztterminen könnte sich weit in den Herbst hinziehen.

Nach der Arbeit im Sanitätshaus ein Rezept für eine Hallux-Schiene eingelöst. Etwas deprimierend der Warteraum, überall Plasikgliedmaßen mit Bandagen, Orthesen und Schienen. Zu Hause wächst das Stäpelchen mit Schachteln, die Produkte aus diesem Fachgeschäft enthalten, das ist kein schönes Gefühl.

Die deutsche Bahn nimmt für eine Fahrt nach Hannover mit Bahncard 50 inzwischen an beliebten Tagen (am Freitag vor dem langen Wochenende Anfang Oktober – und zwar schon am Freitagmorgen um sieben Uhr!) so viel, wie die Fahrt zu Beginn meiner Beziehung zum Hannoverliebsten mit Bahncard 25 gekostet hat. Die Fernbeziehung wird zum finanziellen Luxus. Noch ist nicht entschieden, wer von uns an diesem Wochenende fahren wird. Aber raus möchte ich, raus ins Weite. Der Hannoverliebste hat ein Hotel in Mecklenburg-Vorpommern entdeckt, zu dem man zwar nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kommt, aber über sehr nette Radwege. Auch der zweite Tag ließe sich entlang von Seen und durch Brandenburger Wälder angenehm verradeln. Alternativ lockt von Hannover aus die Lüneburger Heide.

Jetzt Wäsche, Kuchen backen, telefonieren. Die Frau meines Vaters ist am Auge operiert worden, wohl alles sehr gut verlaufen. Weniger schön der erste Aufenthalt meines Vaters in Kurzzeitpflege, das Zimmer klein, das Essen recht ärmlich. Am Wochenende werden wir ihn abholen.
Später lese ich dem Dreizehnjährigen vor – er hat seine Freude an den Wächterromanen von Terry Pratchett entdeckt. Wie wunderbar, wenn ein Kind einen Sinn für Humor entwickelt, der dem eigenen ähnelt. Großes gemeinsames Vergnügen.

Ein Gedanke zu „Draußensehnsucht, herbstliche

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