September

Zwei Wochen weiter in Richtung Herbst. Wenn ich um sechs Uhr aufstehe, ist es schon wieder noch fast dunkel, das ist traurig.
Hüfte und Bein und Fuß haben sich beruhigt, sobald ich die Bandage und sämtlichen Sport einschließlich aller Rückenübungen weggelassen hatte. Moderates Radfahren und Spazierengehen mit dem Hannoverliebsten tat gut.

Einige Schuljahresanfangsevents liegen inzwischen hinter uns, die Klassenfahrt des Dreizehnjährigen (aber noch nicht der von dort mitgebrachte Husten), drei Tage Weiterbildung per Zoom von neun bis fast 18 Uhr für mich, ein Chorwochenende – denn der Siebzehnjährige und ich singen jetzt in einem Chor, und das ist schön. Trotz Corona-Risiko, werde mich vorsichtshalber noch einmal impfen lassen, demnächst. Und obwohl ich die Zeit dafür jede Woche neu gegen ein immer wieder anderes Das-passt-heute-aber-garnicht verteidigen muss.
Die nachzureichenden Steuerunterlagen sind nachgereicht und ein großer Stapel Kopien ist zum Anwalt gewandert; Auskunftspflichten im Zusammenhang mit dem Unterhaltsrecht, sehr unschön. Der neue Ausweis kam an – noch vor dem Ablauf der Gültigkeit des alten; sogar der umgetauschte Führerschein kann abgeholt werden.

Zeit für Wintervorbereitungen: Lange, warme Unterwäsche fürs unbeheizte Homeoffice ist im Schrank gebunkert. Ein großer und erstaunlich schwerer Haufen Fleece liegt im Wohnzimmer herum und soll zu zwei Vorhängen verarbeitet werden: um die kalte Luft im Treppenhaus zu halten der eine, als bedarfsweiser Ersatz für eine Küchentür, die wir nicht haben und bisher auch nie brauchten, der andere.

Auf dem Chorwochenende im ländlichen Freizeitheim große Sehnsucht nach dem herbstlichen Brandenburg bekommen; rote und blaue Beeren an zwei ineinander verwachsenen Sträuchern bewundert, Falläpfel aufgelesen, die ersten einheimischen Nashi-Birnen von einem Tisch am Hoftor gekauft, den süß-sauer eingelegten Kürbis aber stehenlassen. Auf den blanken See geschaut, die kühle, frische Luft genossen, jeden Atemzug.
Die Hobbies und Freizeitaktivitäten der Jungs haben leider fast alle Wochenenden in September und Oktober belegt, es wird kaum Zeit für die Wanderungen und Radtouren bleiben, die mein Kopf wie von selbst vor sich hinplant.

Kaum Nachrichtenkonsum.

Gesellschaften, lese ich, sind veränderungsträge; auch angesichts drohender Katastrophen, die durch eine Verhaltensänderung vielleicht, vielleicht noch abwendbar gewesen wären.

Auch ich möchte an meiner kleinen Normalität festhalten.
Was auch sonst tun?

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